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Neues aus dem Stadttheater Ingolstadt
Digitales Programmheft

Die (vielleicht) 10 schlimmsten Jobs der Welt

Langweilige Arbeit, geringer Lohn, launische Chefs – einen richtig miesen Job hatten die meisten schon mal. Ob ihm die Arbeit Spaß macht oder nicht, fragt sich Johannes Pinneberg aber nicht mal. Der Protagonist aus Hans Falladas Roman “Kleiner Mann – was nun?” ist einfach nur glücklich, dass er überhaupt in Lohn und Brot steht.

Wie es Pinneberg und seiner gutherzigen Frau Lämmchen ergeht, erfahren Sie ab 2. Februar in einer Inszenierung des Bühnenklassikers von Brit Bartkowiak im Großen Haus. Wir haben jetzt aber mal vorab recherchiert, auf welche absurden Art und Weisen manche Leute ihr Geld verdienen.

Die Top Ten der schlimmsten Jobs

 

1. Achselhöhlen-Riecher

Ernsthaft, gibt`s! Es muss ja einer testen, ob das frisch entwickelte neue Deodorant auch wirkt… Man braucht einen guten Geruchssinn und, naja, Lust darauf, an den verschwitzten Achselhöhlen von bis zu 60 Probanden am Tag zu riechen…

2. Haustierfuttertester

Man sollte ja meinen, dass man beim Fütterungsversuch schnell merkt, welches neue Hundefutter beim Vierbeiner gut ankommt und welches nicht, aber tatsächlich wollen es manche Tierfuttermittelhersteller genauer wissen: Es gibt menschliche Haustierfuttertester, die bis zu 40 verschiedene Aspekte eines Futtermittels, wie z. B. Aussehen, Geruch und eben Geschmack bewerten – Mahlzeit!

3. Tier-Entsamer

Mittels einer künstlichen, auf kuschelige 42 Grad vorgeheizten Vagina gilt es, Tag für Tag Samen von Nutztieren zu sammeln. Der Samen wird dann auf Vorrat eingefroren. Man arbeitet quasi als professioneller Onanist. Auch, wenn es inzwischen digitale und elektrische Hilfsmittel für den Vorgang gibt (… ganz ähnlich wie beim Menschen…)

4. Moskitoforscher

Sich im Dienste der Wissenschaft stechen bzw. beißen zu lassen? Für Jesse Lazear, britischer Militärarzt und Wissenschaftler, ging ein solches Experiment im Jahre 1900 noch tödlich aus: Er hatte sich freiwillig von einem mit Malaria infizierten Moskito stechen lassen. Der Beweis, dass die Krankheit tatsächlich auf diesem Wege übertragen wird, kostete ihn jedoch das Leben. Heute geht man etwas besser gesichert zu Werke und eine weitere Erkenntnis kann vielleicht trösten: Einzelne Bisse scheinen mehr zu jucken und größere Schwellungen hervorzurufen, als wenn man sich gleich 3000mal beissen lässt.

5. Hazmat- Taucher

„Hazmat“- das Wort ist englisch und bedeutet Gefahrgut. Man kann sich ungefähr vorstellen, dass es sich hier nicht um einen Schnorcheljob auf den Malediven handelt. Nein, es geht um das Tauchen in Ölschlamm oder in mit giftigen Chemikalien versetztem Wasser. Um in unmittelbarer Umgebung von Nuklearreaktoren Unterwasserleitungen zu reparieren… dafür braucht man schon ein besonderes Gemüt.

6. Geflügelgeschlechtsbestimmer

Acht Stunden am Tag nach Penissen suchen – auch das ist ein Beruf. Ein Geschlechtsbestimmer untersucht am Tag 5000 bis 7000 Küken nach einem Penis; alle männlichen und immerhin 15 % der weiblichen haben einen. Da jeder Deutsche in seinem Leben 945 Hühner verputzt, käme die Geflügelindustrie ohne die Geflügelgeschlechtsbestimmer nicht schnell genug mit der Lieferung hinterher. Man braucht: Beobachtungsgabe, Konzentration und eine ruhige Hand. Und natürlich ein abgebrühtes Verhältnis zu jeglicher Idee von Tierschutz.

7. Tatortreiniger

Dass Verbrechen nicht nur grausam, sondern auch mal ganz schön ekelig sein können, kennen auch wir wohlbehüteten Polizei-Laien aus dem Vorabend-Krimi. Während die Kommissare den Fall aufklären und die Ermittlungen ihren Gang nehmen, vergisst der Fernsehzuschauer gerne aber mal, dass der Tatort ja auch wieder zum Nicht-Tatort werden muss. Das ist auch im normalen Leben so – Berühmtheit erlangte der Job aber vor allem durch die NDR-Serie mit gleichnamigen Titel. Da wird ordentlich angeschrubbt gegen die Blutspuren.

8. Kondomtester

Zum Glück muss nicht jedes Kondom einzeln von Hand getestet werden. Der Kondom-Qualitätskontrolleur bedient die Maschinen, die die Kondome auf Dichtheit überprüfen und die Aufblas- und Dehnungstests durchführen. Da muss man schon ein wahrer Stoiker sein.

9. Sandwichmann

Auf der Straße vorm Handygeschäft oder einem Burgerladen-Flyer verteilen ist schon hart genug: Wenn man das dann auch noch im August bei 35 Grad Celsius in einem Gummi-Handykostüm tun muss, kann man sich eigentlich nur noch wünschen, dass nicht auch noch die Burgerbraterei ein Werbekostüm anschafft. Vielleicht ein Trost: Wenigstens ist man im Pommeskostüm nicht zu erkennen…

10. Persönlicher Assistent eines B-Promis

Da kommt es sehr auf den Chef an- im wahrscheinlichsten Fall muss man ihm oder ihr 30mal am Tag sagen, dass er/sie der/die Schönste im ganzen Land ist und alle anderen hässlich und unbegabt. Outfits aussuchen und vorsorgen, dass bloß kein Fummel zu oft ausgeführt wird, die Paprika aus dem Salat pulen und langmütig bis zur Selbstaufgabe sein. Immerhin bekommt man dafür dann die Geschenktüten weitergereicht – mit hässlichen Shirts, Parfums oder fancy Alkohol.  Und man trifft beim B-Promi-Empfang in den hippen Bars der Stadt die anderen Assistenten und kann beim Gratissekt ein bisschen jammern.

 

Und wie geht es den Leuten, die am Theater arbeiten so?
Das und natürlich alles Wisseneswerte
über Fallada und seine Pinnebergs gibt es live zu hören
am 27. Januar
um 11 Uhr
im Theaterfoyer
bei der Matinee zum “Kleinen Mann”.

Das Team freut sich auf Sie! Und Kaffee gibts auch.